Mittwoch, 5. Februar 2014

Pfalzaction

Eigentlich sollte ich gerade ja an meiner Physikauswertung schreiben, allerdings habe ich festgestellt, dass ich mich viel zu leicht von diversen Dingen ablenken lasse, wie zum Beispiel ungeschnittenes Videomaterial.
Worum gehts? Nun ja, ich habe ja bereits geschrieben, dass der Pimp Legionär auf jeden Fall eine Wiederholung braucht. Da sich die Geschichte nicht von allein erledigt, mussten wir also nochmal an den Block. In Anbetracht der Tatsache, dass es die nächste Zeit nur noch regnen soll, düsten Alex, Gregor und ich gestern nochmal hin und nutzen die wahrscheinlich letzten Sonnenstrahlen dieser Woche.

Gregor checkt die Züge vom Pimp Legionär, 8A
 
Die Züge fühlten sich zwar anfangs noch etwas steif und unkoordinativ an, aber relativ schnell merkten wir, dass wir doch um eine ganze Ecke frischer waren, als nach den Versuchen im Bunga Bunga die Woche zuvor. Nach und nach liefen die Moves wieder und selbst der Aufhangler fühlte sich deutlich leichter an als angenommen.

Nachdem ich im ersten Go gleich über diesen hinauskam, jedoch leider im Riss verhungerte, war mir doch irgendwie klar, dass es an diesem Tag noch klappen könnte.
Nach einer kurzen Pause machte ich erneut einen Versuch. Diesmal hielt der Fußklemmer im Riss und ein paar Züge später stand ich oben auf dem Block im Nohand und freute mich über die wahrscheinlich erste Wiederholung des Boulders.



Aber hatte ich den Boulder wirklich sauber wiederholt? Wie ihr auf dem Video seht starteten wir an dem rausstehenden Griff im Sitzen, was uns allen am logischsten erschien. Zumindest war es ein wesentlich offensichtlicherer Start als der Hockstart an der Schuppe links im Dach, von wo aus Pascal den Boulder damals erstbeging.
Ich hörte schon die Ethikkommission schreien: "Nein, das zählt so nicht! Aber du kannst das sicher ja nochmal richtig klettern!"
Da ich darauf keinen Bock hatte und ich auch mein Gewissen bereinigen wollte, ob unser "Pimpstart" zum Pimp Legionär auch wirklich genauso schwer ist wie das Original, gab es nur einen Weg das hinauszufinden. Klar, ich wollte der Ethikkommission zuvorkommen und den Originalstart von der Schuppe auch noch klettern.
Nach kurzem Auschecken, es ändern sich wirklich nur die ersten zwei Züge marginal, machte ich erneut Gos und kurze Zeit später stand ich auch mit diesem Start oben auf dem Block. GEIL !!!
Ich denke vom Grad her nehmen sich die beiden Startvarianten nichts. Das Original ist für Kurze jedoch deutlich undankbarer, da man wesentlich gestreckter ist. 
Unsere Variante dagegen startet an dem größtmöglichen Griff und konsequenterweise im Sitzen. Dadurch muss man den ersten Seitgriff von unten anlaufen, was garantiert nicht leichter ist als von Links kommend. Kann ja jetzt jeder für sich entscheiden, ob er das Original oder den Pimpstart klettert ;-)

Anschließend ging es noch zum "Lord Nelson, 7C", der uns vom Julius empfohlen wurde. 
Den Boulder konnten wir alle drei regelrecht zerlegen, sodass hier der Zustieg tatsächlich länger dauerte als das eigentliche Bouldern.
Gelohnt hat es sich aber auf jeden Fall, denn der Lord wartet coolen Zügen und Strukturen auf. Mit einem fetten Untergriff zieht man in ein riesiges Loch, um von dort aus an Toehooks hängend kleinste Leisten bis zu einer riesigen Schuppe, an der der Boulder topt, durchzuziehen.
Da wir doch etwas schneller waren als geplant, hatten wir auch noch etwas von der Abendsonne und unser Feierabend-Bier nach dem mehr als erfolgreichen Bouldertag auch definitiv verdient.

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